Filme | Kooperationsverbund Autismus Berlin

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Filme zum Thema Autismus

Hier finden Sie eine Auswahl an Filmen zum Thema Autismus:

IM WELTRAUM GIBT ES KEINE GEFÜHLE (2012):

Der 18-jährige Simon leidet am Asperger-Syndrom, einer autistischen Entwicklungsstörung, die ein streng geregeltes Alltagsleben ohne Überraschungen überlebensnotwendig macht. Nachdem Simon mit seiner peniblen Art die Freundin seines großen Bruders aus der gemeinsamen Wohnung vertreibt, macht er sich auf die Suche nach der perfekten Frau. Und lernt dabei, dass ein wenig Chaos und Unvorhersehbarkeit für die Liebe unabdingbar sind. (FSK 6)

MOZART & THE WHALE (2012):

Mit Leichtigkeit und Charme schafft es Regisseur Petter Naess (Elling) die Liebesgeschichte zweier Autisten zu erzählen, ohne dabei ins Sentimentale abzurutschen. Die Drehbuchvorlage lieferte niemand Geringeres als OSCAR-Gewinner und Rain Man-Autor Ronald Bass. Sie passen nicht in diese Welt, aber zueinander.

Wenn es um Zahlen geht, vollbringt der introvertierte Donald Unglaubliches. Die Kommunikation mit seinen Mitmenschen fällt ihm als Autisten hingegen schwer. Als die superimpulsive und extrovertierte Leidensgenossin Isabelle, die ständig sagt, was sie denkt, in derselben Selbsthilfegruppe auftaucht, wird nicht nur Donalds Welt, sondern auch sein Herz auf den Kopf gestellt. Der Beginn einer Beziehung, die alles andere als leicht ist. (FSK 12)

DER KALTE HIMMEL (2012):

Die Hallertau in den späten 1960er-Jahren: Der sechsjährige Felix lebt als introvertierter Einzelgänger in seiner eigenen Welt, lauscht den Klängen aus dem Radio und kennt alle Wetterberichte des vergangenen Jahres auswendig. Kaum jemand ahnt, dass der Sonderling auf seine Weise hochintelligent ist. Felix hat eine große Vorliebe für Zahlen und kann blitzschnell Kopfrechnen, obwohl es ihm niemand beibrachte. Bei seiner Einschulung scheitert er jedoch an den einfachsten Aufgaben. Er kann nicht still sitzen und versteht nicht, was die Lehrerin von ihm will. In den Augen anderer Eltern ist er schlecht erzogen, der Rektor will ihn auf die Hilfsschule schicken, und die abergläubische Großmutter organisiert mit dem Dorfpfarrer gar eine Teufelsaustreibung. Nur seine Mutter Marie stemmt sich gegen diese Wand der Ablehnung, denn sie ahnt, dass ihr Felix weder besessen noch schwachsinnig ist. Von einem Münchener Spezialisten lässt sie ihren Sohn untersuchen. Doch der rückständige Psychiater präsentiert Felix seinen Studenten als Paradebeispiel für „frühkindliche Schizophrenie“. Maries letzte Hoffnung ist der junge Kinder- und Jugendpsychiater Niklas Cromer. Trotz großer Bedenken ihres Mannes reist Marie mit Felix nach Berlin, wo der idealistische Facharzt das rätselhafte Verhalten des Jungen genauer untersuchen will … (FSK 6)

MATTHIJS` REGELN (2012):

Der Autist Matthijs ist durchaus in der Lage, allein zu leben. Zu Konflikten kommt es immer nur dann, wenn er seine Wohnung und damit seine eigene Welt verlassen muss. Filmemacher Marc Schmidt ist seit früher Jugend mit Matthijs befreundet und hat ihn für den Dokumentarfilm mit der Kamera durch den Alltag begleitet.

Matthijs ist Autist. Er versucht verzweifelt, Ordnung in das ihn umgebende Chaos zu bringen. Mit einem von ihm erfundenen System analysiert und kontrolliert der hochbegabte, sensible Mann jeden Augenblick seines Lebens. In seiner Wohnung ist er in seiner eigenen Welt. Dort ist alles friedlich und ausgeglichen. Doch sobald er mit der Außenwelt in Kontakt treten muss, kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen, zum Beispiel als er – zum Missfallen der Nachbarn – Umbauarbeiten in seiner Wohnung durchführt. Matthijs ist sich seiner Andersartigkeit durchaus bewusst. Er weiß die jahrelange Freundschaft mit dem Filmemacher Marc Schmidt umso mehr zu schätzen, der ihn mit der Kamera begleitet hat.

Aus der filmischen Begegnung zwischen dem Filmemacher und seinem autistischen Freund aus Kindertagen sprechen zugleich Liebe und Mut, Distanz und Vertrautheit. Marc Schmidt filmt Matthijs aus nächster Nähe. Sein Dokumentarfilm taucht in die unbekannte, mysteriöse Welt des Autismus ein und zeigt, wie ein Autist, der immer wieder unter den Erwartungen der Gesellschaft zu leiden hat, Freundschaft erleben und ein selbstbestimmtes Dasein führen kann.

DU GEHST NICHT ALLEIN – Temple Grandin (2010):

Die junge Autistin Temple Grandin ist anders: Sie denkt in Bildern. In den USA der 50er Jahre muss sich die besondere junge Frau ihren Weg erkämpfen, denn die Widerstände sind groß. Ihr Ziel ist die Erforschung des Verhaltens von Rindern, in die sie sich durch ihren Autismus vollkommen hineinversetzen kann. Mit der Hilfe ihrer Mutter kommt sie weit, doch ihr Projekt droht an der Ignoranz ihrer Mitmenschen zu scheitern.

ADAM (2009):

Der scheue Adam beschäftigt sich am liebsten mit den Geheimnissen des Universums. Auf der Erde wird er jedoch jeden Tag mit vielen Rätseln konfrontiert, denn er leidet am Asperger-Syndrom und kann die Emotionen und Handlungen seiner Mitmenschen nicht verstehen. Wie ein Meteorit schlägt da seine neue Nachbarin Beth in sein Universum ein. Beth fasziniert ihn auf magische Weise und auch sie scheint seine Gefühle zu erwidern. Beide wagen den Schritt in eine Welt, die sie noch nie zuvor betreten haben. (FSK 6)

BEN X (2007):

Ben ist ein Außenseiter. Jeden Tag taucht der hochintelligente Teenager in die Welt des Onlinespiel „Archlord“ ab, wo er anerkannt und für seine Taten bewundert wird. Mit seiner Internetgefährtin Scarlite meistert er mühelos alle Herausforderungen. In der Realität gelingt ihm das nicht. Jeder Tag in der Schule bedeutet für den verschlossenen Jungen die Hölle. Immer wieder wird er von Mitschülern gequält und erniedrigt. Als er einen Plan fasst, um mit allem Schluss zu machen, stellt sich heraus, dass Scarlite nicht nur im Netz auf seiner Seite. (FSK 12)

IHR NAME IST SABINE (2007):

Sabine und Sandrine Bonnaire sind Schwestern. Sabine ist Autistin. Sandrine dagegen gehört zu den beliebtesten Schauspielerinnen Frankreichs. Ihre erste Arbeit als Regisseurin hat sie ganz ihrer Schwester gewidmet. Ihr Film erzählt, wie das ursprünglich quirlige Mädchen („Sabine war schön, hatte lange Haare und wog 30 Kilo weniger“, Sandrine Bonnaire) durch den Tod ihres Bruders und den Umzug mit der Mutter in eine emotionale Krise stürzt und in die Psychiatrie eingewiesen wird. Sabine, die früher Schubert und Bach spielte, wird massiv mit Psychopharmaka behandelt – fünf Jahre lang. Danach sind ihre kreativen Fähigkeiten und persönliche Ausdruckskraft nahezu zerstört. Sandrine Bonnaire half ihrer Schwester, einen Ort für betreutes Wohnen so auszubauen, dass auch Sabine dort leben kann. Sandrine begleitet Sabine mit der Kamera in ihrem Alltag, beim Essen und Spazierengehen. Die Schwestern schauen sich gemeinsam ihre alten, kleinen Familienfilme an und erinnern sich an vergangene Jahre. (FSK 6)

AFTER THOMAS (2007) OmU:

Der sechsjährige Kyle tyrannisiert seine Mutter, die als Krankenschwester in einer Kinderklinik arbeitet. Die Ausbrüche des sechsjährigen autistischen Sohnes fordern von den Eltern die Höchstgrenze der Belastbarkeit. Nicola Graham, die Mutter, will erreichen, dass Kyle im späteren Leben in der Gesellschaft zurechtkommt. Sein Vater Rob Graham will seinen Sohn in ein Spezialinternat für autistische Kinder einweisen lassen, aber Nicola möchte ihr Kind nicht in fremde Hände geben. Durch die ständigen Ausbrüche und die familiäre Belastung droht die Ehe in die Brüche zu gehen. Kyle lässt seinen Eltern keine Freiräume. (FSK 15)

SNOW CAKE (2005):

Der stille Engländer Alex wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen. Unterwegs in Kanada nimmt er zunächst widerwillig die 19-jährige Anhalterin Vivienne mit. Gerade als er sich unter ihrem quirligen Geplauder zu öffnen beginnt, rammt ein Laster das Auto. Das junge Mädchen ist sofort tot. Voller Schuldgefühle sucht Alex Viviennes Mutter auf, um ihr sein Beileid auszusprechen. Doch Linda ist keine gewöhnliche Mum: Sie ist Autistin und kann ihre Trauer nicht zeigen. Alex beschließt, ein paar Tage bei ihr zu bleiben und ihr zu helfen. Immer mehr nimmt er an ihrem Leben teil und beginnt zudem eine Affäre mit der schönen Nachbarin Maggie, die ihre Gefühle routiniert auf Distanz hält. Doch vorsichtig beginnen sich die drei Außenseiter zu öffnen, und als der Schnee schmilzt, ist das Leben für keinen der drei mehr so, wie es war. (FSK 12)

RAIN MAN (1988):

Der Autohändler-Yuppie Charlie Babbit erfährt nach dem Tod des ungeliebten Vaters von der Existenz eines Bruders namens Raymond, der als Alleinerbe des Familienvermögens eingesetzt wurde. Raymond ist Autist und lebt in einem Heim für Behinderte. Mit dem Plan, seinen Erbteil von den Anwälten zu erpressen, entführt Charlie den Bruder und flüchtet mit ihm auf dem Highway durch die Staaten. Auf Reisen lernt er den ungleichen Bruder lieben und will sich schließlich nicht mehr von ihm trennen. Ärzte, Anwälte und Raymonds Entscheidungsunfähigkeit überzeugen ihn eines Besseren. (FSK 12)

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